Mein Rostock

Unsere neue Kampagne - so vielseitig wie Rostock

Rostock ist so vielseitig und spannend wie die Menschen, die hier leben. Hinter jedem Lebenslauf steckt ein ganz eigener Blick auf die Stadt: Für den einen ist ihr größter Reiz das Wasser, für den nächsten sind es die aufregenden Chancen, die der schönste Rasen der Stadt zu bieten hat. Eines eint jedoch alle: Rostock ist ihr Zuhause.

Im Jubiläumsjahr zum 800. Stadtgeburtstag 2018 entstand aus diesen Gedanken unsere „Mein Rostock“-Kampagne – eine Hommage an unsere Stadt und ihre Bewohner. Die Geschichten hinter den Gesichtern erzählen wir hier:

Fußballtalent Michel will mal Spitze im Mittelfeld werden

Wann ihm Fußball das erste Mal wirklich aufgefallen ist, weiß Michel nicht mehr genau, aber ganz sicher kann er sagen: Ein anderer Sport interessiert ihn nicht. „Fußball ist toll, weil es cool ist, weil man schnell sein muss und Tore schießen kann“, sagt der Neunjährige. Schon im Kindergarten ging es einmal wöchentlich zur Fußballschule. Mittlerweile trainiert Michel bis zu dreimal pro Woche, am Wochenende steigen dann die Spiele. Am Spaß fehlt es also definitiv nicht, und auch nicht an Ambitionen: Profifußballer wie Idol Mario Götze werden, bestenfalls sogar mal in Dortmund, das wär schon was, bestätigt der junge Rostocker. Das Mittelfeld wär sein Metier, „weil man da in alle Richtungen mitarbeiten muss“: an Abwehr und Offensive, Tore vorbereiten und natürlich selber machen – in der ersten Halbserie der Kreisoberliga 2017/18 wurde er mit 29 Treffern sogar Torschützenkönig – und den Überblick behalten.Diese Saison will Michel im FC Förderkader (F1-Junioren) noch gegen die gleichaltrigen Hansa-Kicker die Kreismeisterschaft vom letzten Jahr verteidigen. Zum Training geht er aber jetzt schon zum größten Fußballverein des Bundeslandes, fährt auch zu Turnieren mit und trägt ab Herbst 2018/19 ganz offiziell das Hansa Rostock-Trikot. Im Ostseestadion war er, klar, auch schon öfter zu Spielen der Großen. Der Höhepunkt bislang: „Als Hansa Magdeburg geschlagen hat, obwohl die Erster waren.“

Gibt es denn außer Stadion und Fußballfeld etwas, was er an seiner Stadt mag, was er hier gern macht? „Fahrradfahren, mit Freunden spielen, das Meer ist schön“ – und unbedingt auch die Eisbuden in der Innenstadt.

„Fischkopp“ Ulrich zieht es immer wieder ans Wasser

Als Schlosser im Dieselmotorenwerk und bei der SER Schiffselektronik gab es für Ulrich beruflich zwar immer irgendwie auch Verbindungen zur maritimen Welt. Selbst in See gestochen ist der heute Siebzigjährige allerdings nie. „Ich wollte früher auch lieber Fußball spielen als den Segelschein machen, das hab ich irgendwie verpasst.“
Trotzdem: Das Wasser ist für den Rostocker der – inzwischen wortwörtliche – Angelpunkt seiner Heimatstadt. Aufgewachsen in Gehlsdorf, „hatten wir es ja nur hundert Meter bis zur Warnow und waren viel dort. Auch im Überseehafen konnte man damals noch baden“, erinnert er sich. Seit er 2015 nach längerer familiär bedingter Rostock-Abstinenz zurück in der Hansestadt kam, wohnt Ulrich in Toitenwinkel, und an die Warnow zieht es ihn nach wie vor. „Am Gehlsdorfer Ufer kann man gut spazieren gehen. Der Blick nach Rostock rüber ist auch schön.“ Seine zweite Lieblingsbeschäftigung am Wasser: angeln. Seit er vor einiger Zeit den Angelschein machte, ist Ulrich vorzugsweise am Alten Fähranleger Oldendorf zu finden, wo es vor allem zur Heringszeit nicht nur vor Fischen wimmelt. Für seinen selbstgemachten Brat- oder Salzhering findet er unter den Geschwistern problemlos Abnehmer.
Mindestens immer dann, wenn Besuch in der Stadt ist, ist Warnemünde mit dem Alten Strom ein gesetztes Ausflugsziel. „Da riecht man das Wasser schon, wenn man nur in die Richtung fährt. Außerdem liegt da ein alter Schulkamerad von mir, der ‚Düwel‘, mit seinem Fischkutter.“
Kann Ulrich sich denn vorstellen, Rostock noch einmal zu verlassen? „Höchstens für die Enkelin in die Eifel, sie vermisse ich. Aber sie kann mich ja besuchen und mit Opa ans Wasser gehen.“

Allrounderin Britta packt gleich mehrere Leben in eins

„Mecklenburger Bergsteigerclub“ klingt wie die Erfindung eines Spaßvogels, der sich über die Flachländer lustig machen will. „Aber den gibt’s wirklich!“, sagt Britta, 23, dem Klettersport seit ihrem sechsten Lebensjahr zugetan. Letztlich ist es wohl nur logisch, dass die Rostockerin ausgerechnet einem solchen Unikum der Vereinsszene angehört, denn mit Mainstream hat Brittas Leben offensichtlich generell wenig zu tun.
Die 23-jährige Rostockerin betreibt Schwertkampf, Kung Fu, Tai Chi, fährt Drachenboot und hält sich im Fitnessstudio fit. Außerdem spielt sie seit 15 Jahren Harfe sowie seit zwei Jahren auch Cello – „ich dachte, während der Ausbildung habe ich noch die Zeit dafür, das zu lernen“, meint Britta und muss selber darüber lachen. Elektronikerin für Betriebstechnik wird sie, anschließend wird Elektrotechnik studiert, um dieses Fach später selbst an der Berufsschule zu unterrichten. Dass sowohl das Instrumentenspiel als auch die Sportarten Konzentration und die Koordinationsfähigkeiten schulen, mag durchaus auch bei der Organisation des vollgepackten Alltags hilfreich sein. Zwischen Technik, Sport und Musik wirkt die junge Frau mit den Dreadlocks jedenfalls ziemlich zielstrebig und ausgeglichen.
Im Juni 2018 musiziert Britta gemeinsam mit ihrem Vater („Als ich mit Harfe anfing, wollte er das auch lernen.“) als Harfen-Duo beim KARAT-Konzert zum Rostocker Stadtgeburtstag. Zum Studium soll es dann einmal raus aus Rostock gehen, vielleicht nach Dresden („Das wär gut fürs Klettern.“) oder Hamburg („Das wär näher dran an Zuhause.“). Aber ihre Zukunft sieht die Rostockerin danach ganz klar in ihrer Heimatstadt.
Was sie an der besonders mag? „Die Altstadt und die Geschichte. Im Stadthafen bin ich im Sommer gern mit Freunden. Dass alles so nah beieinander ist, dass man schnell nach Warnemünde kommt. Und dass immer eine kühle Brise weht.“